Wieso der Wahn nach Vegan?

Vegan, Massentierhaltung mit Schweinen

Wieso der Wahn nach Vegan?

Spinnen alle?! Nur noch Vegan essen, im Kreis tanzen und “Kumbaya My Lord” singen? Mit diesem Beitrag will MaBa das Thema Vegan aufgreifen – schmerzlos und auf den Punkt gebracht. Danach stürzen wir uns auf die einzelnen Nahrungsmittel. Wir sehen dieses Thema als sehr wichtig an, weil es nicht nur einen Hype ist.

Gerade im hier und jetzt spielt es eine zentrale Rolle. Wenn wir das Thema Vegan ansprechen, egal ob es der Smalltalk im Büro ist oder das Gespräch mit Freunden… endet es in einem Desaster oder einer neuen Freundschaft.

Wieso?

Vorab: wir sind k(l)eine Veganer. Uns fällt aber eines auf, es fehlt das Verständnis der Nicht-Veganer. Der Stempel “Spinner” wird viel zu schnell aufgedrückt. Das muss nicht sein. Selbstverständlich gibt es wie bei jeder Bewegung die berühmten Mitläufer – schliesslich ist cool-sein nicht einfach und ändert sich stetig. Die superlative vom Vegetarier ist der Veganer. Er konsumiert keinerlei Nahrungsmittel tierischen Ursprungs und verzichtet ebenfalls auf jegliche tierische Produkte. Bei ihnen gibt es kein Rührei zum Tagesstart, kein Cordon bleu als Hauptgang und schon gar kein Tiramisu zum Dessert. Erfährt dies der Otto-Normalbürger geht ihm nur eines durch den Kopf: “ Die sind von allen guten Geistern verlassen worden!” Die Vorstellung so leben zu müssen gliche einer selbst initiierten Qual heisst es auch. Normalfresser sehen es als ein Müssen an, weil es unmöglich scheint, sich so zu ernähren. MaBa sieht das so:

Vegan ist die Gegenbewegung vom Kapitalismus

“Vieh und ihre Nebenprodukte machen mindestens 32 000 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr aus, bzw. 51% aller weltweiten Treibhausgasemissionen”

Damit ein Hamburger gegessen werden kann benötigt es 2’498 Liter Wasser. Anders gesagt, eine Person könnte knapp zwei Monate damit Duschen. Die Fleisch und Milchindustrie benötigt ⅓ vom gesamten Frischwasser unserer Erde. In Zahlen ausgedrückt sind das zwischen 128 – 287 Billionen Liter Wasser. Eine Billion sind 1’000 Milliarden (googelt mal die Nullen!). Um vier Liter Milch trinken zu können, was in etwa einem Wochenbedarf einer Familie entspricht, braucht es gut 4’000 Liter Wasser. Die Viehzucht beansprucht derzeit 45% der weltweiten Flächen. Nur mit solch hohen Belastungen können wir unseren Hunger nach Fleisch befriedigen. Ja ja ja, es klingt unreal und unvorstellbar. Wir sind einfach nicht in der Lage um zu visualisieren was es benötigt, um tierische  Nahrungsmittel und Produkte jeglicher Art zu bekommen. Ihr müsst MaBa nicht glauben… überzeugt Euch selbst mit den dazugehörigen Fakten des Dokumentationsfilm COWSPIRACY: The Sustainability Secret. Auf der Homepage findet Ihr all diese Fakten, welche Ihr eben gelesen habt. Liebe Kritiker, es spielt keine Rolle ob die einten Fakten mehr die USA oder das eigene Gärtchen betreffen.

Schauen wir mal kurz wie viele Tiere in der Schweiz sterben dürfen für unseren Fleischkonsum:

100 Millionen Hühner

3,1 Millionen Schweine

400’000 Rinder

300’000 Kälber

Das Bild mit den wenigen Kühen auf enorm grossen Weiden ist leider nicht die absolute Wahrheit. Dicht gedrängt und körpernah “leben” die Tiere in den Betrieben, bis sie zentralisiert geschlachtet werden. Für uns ist das einfach unvertretbar und traurig. Toll wäre hier ein Schulausflug in diese Anlagen, anstatt zum Milchbauern mit seinen 13 Kühen. Die Schlachtware muss gemästet werden, aber wie? Mit Futter aus dem Ausland. mit etwa 1,1 Millionen Tonnen Futtermitteln ist das mehr als 60% des Bedarfs an Futter. Erscheint MaBa als nonsens! Zusammengetragen wurden diese weiteren Infos vom Beobachter. Der folgende Link verweist auf den Artikel. Wer jetzt noch behauptet, Fleisch 4 – 5 mal wöchentlich essen  zu wollen/müssen ist selbstverständlich, kein Problem und habe nichts mit Kapitalismus oder einem kleinen Grössenwahn zu tun, dem mangelt es leider Gottes an Wissen, Weitsicht und einer feinen prise Intelligenz. Meine Eltern sagten schon immer, man könne nicht alles haben. Genau hier beim Milch und Fleischkonsum ist dasselbe der Fall. Unsere Erde wird wortwörtlich zugeschissen von unserem Wahn nach regelmässigem Fleischkonsum. Zudem ist der weltweite Treibhausgaseffekt zu 51% der Viehzucht und deren Nebenprodukte zuzuschreiben. Und wir dachten immer die Autos seien Schuld…

Jede Minute kackt die Viehzucht in den USA 3’175’146 Kilo Exkremente aus ihren Aftern

Fassen wir das alles kurz zusammen: Essen wir genauso weiter, müssen wir keine Harvard Absolventen sein um zu begreifen, dass unsere Welt dies nicht mehr enorm lange mitmachen kann und will. Es ist unmöglich! Vielleicht verstehen wir nun die Veganer etwas besser. Nun könnte es möglich sein zu begreifen, wieso ein Extrem auf das Bestehende aufleben muss, damit eine Balance geschaffen werden könnte. Die Lösung heisst nicht: Werdet alle Veganer. Sie heisst aber garantiert auch nicht: Eat meat as much as you can. Es is(s)t einfach eine dämliche und falsche Annahme, dass wir soviel Proteine brauchen. Ein mittelmass zu finden ist und bleibt die grösste Herausforderung des Menschen. So kommt es uns auf jeden Fall vor.

Die Menge macht das Gift – egal bei welchem Thema

Ein Kommentar zu “Wieso der Wahn nach Vegan?

  1. WOW!!! Endlich hat das mal jemand so erklärt das es auch alle verstehen (hoffentlich). Ich hoffe/wünsche mir sehr das viele Menschen diesen Artikel lesen, ihn richtig verstehen und sich das ganze ein wenig zu Herzen nehmen!
    Toller Artikel!!! 😀

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